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KI-Chatbots verstehen

Klick-Chatbot oder KI-Chatbot: Warum Buttons allein oft frustrieren

Beim Wort Chatbot denken viele an ein Fenster mit drei Buttons, von denen keiner zur eigenen Frage passt. Solche regelbasierten Klick-Bots gibt es immer noch. KI-Assistenten funktionieren grundlegend anders. Hier lesen Sie, worin der Unterschied liegt und was er für Ihre Anfragen bedeutet.

Aktualisiert am · 5 Min. Lesezeit

Hand tippt eine Nachricht auf dem Smartphone

Was ist ein Klick-Chatbot?

Ein Klick-Chatbot ist ein regelbasiertes System. Jemand hat vorher festgelegt, welche Fragen der Bot stellt und welche Antwortmöglichkeiten der Besucher hat. Das Gespräch folgt einem Entscheidungsbaum: „Worum geht es? Angebot / Termin / Sonstiges“. Klickt der Besucher auf „Angebot“, kommt die nächste Auswahl. Und so weiter.

Manche dieser Bots erlauben auch Texteingaben, erkennen aber nur bestimmte Schlüsselwörter. Schreibt der Besucher etwas anderes als erwartet, bekommt er eine Standardantwort wie „Das habe ich leider nicht verstanden“.

So arbeitet ein KI-Chatbot

Ein KI-Chatbot arbeitet mit einem Sprachmodell. Er versteht, was jemand meint, auch wenn die Frage umständlich, unvollständig oder voller Tippfehler ist. Ein Website-Assistent liest vorher Ihre Website ein und antwortet aus diesen Inhalten, nicht aus dem allgemeinen Internet.

Statt den Besucher durch ein Menü zu schicken, führt er ein Gespräch. Er beantwortet die Frage, hakt bei Bedarf nach und nimmt am Ende das Anliegen samt Kontaktdaten auf. Ausführlich steht das im Grundlagenartikel KI-Chatbot für die Website.

Warum Klick-Bots so oft frustrieren

Wer schon einmal schlechte Erfahrungen mit einem Chatbot gemacht hat, ist meistens an einem Klick-Bot gescheitert. Die Gründe ähneln sich:

  • Die eigene Frage fehlt im Menü. Echte Kundenfragen sind bunt gemischt: „Macht ihr auch Altbauten?“, „Habt ihr am Samstag geöffnet?“, „Geht das auch mit Hund?“. Kein Entscheidungsbaum deckt das alles ab.
  • Man landet in Sackgassen. Passt keine Option, bleibt oft nur „Sonstiges“, und dahinter wartet wieder ein Formular. Der Besucher hat Zeit investiert und steht am Ende da, wo er angefangen hat.
  • Nachfragen geht nicht. Der Bot kann nicht auf das eingehen, was der Besucher gerade geschrieben hat, jede Antwort ist vorgefertigt.
  • Man fühlt sich abgewimmelt. Wer sich durch fünf Klickstufen arbeitet und keine Antwort bekommt, verliert das Vertrauen in den Bot und oft gleich ins ganze Unternehmen.

Dann wird das Fenster geschlossen, und die Anfrage ist weg. Kein Wunder, dass sich die Meinung hält, Kunden wollten gar nicht mit Bots schreiben. Ob das stimmt, klären wir im Artikel Wollen Kunden überhaupt mit einem Chatbot schreiben?

Dieselbe Frage, zwei Bots

Ein Malerbetrieb in Freiburg, Sonntagabend kurz nach neun. Auf der Website schreibt jemand: „Wir haben eine Altbauwohnung mit Stuck an der Decke, ca. 90 Quadratmeter. Macht ihr so etwas, und wie schnell könntet ihr anfangen?“

Der Klick-Bot antwortet mit seinem Menü: „Wählen Sie ein Thema: Innenanstrich / Fassade / Sonstiges“. Der Besucher klickt auf „Innenanstrich“ und bekommt einen allgemeinen Text zur Leistung. Auf den Stuck und die Frage nach dem Zeitraum geht der Bot nicht ein. Am Ende steht ein Link zum Kontaktformular.

Der KI-Assistent erkennt beide Teile der Frage. Er erklärt auf Basis der Website, dass der Betrieb Altbauten und Stuckarbeiten übernimmt, sagt offen, dass er keinen verbindlichen Starttermin nennen kann, und fragt nach Ort und Wunschzeitraum. Dann nimmt er Name und Telefonnummer auf. Am Montagmorgen liegt eine vollständige Anfrage im Postfach.

Klick-Chatbot und KI-Chatbot im Vergleich

KriteriumKlick-ChatbotKI-Chatbot
EingabeButtons und feste StichwörterFrei formulierte Fragen
Unerwartete FragenFühren oft in eine SackgasseWerden verstanden und aus Ihren Inhalten beantwortet
NachfragenNur im vorgegebenen AblaufIm Gesprächsverlauf möglich
EinrichtungJeder Pfad muss geplant und gebaut werdenWebsite wird eingelesen, Wissen lässt sich ergänzen
PflegeJede Änderung am Angebot erfordert Umbau des BaumsWebsite neu einlesen oder Wissen ergänzen
VorhersehbarkeitSehr hoch, jede Antwort ist festgelegtHoch, wenn auf eigene Inhalte beschränkt

Der unterschätzte Aufwand hinter Klick-Bots

Klick-Bots wirken zunächst simpel. Tatsächlich steckt viel Arbeit darin. Jemand muss alle denkbaren Gesprächsverläufe vorab durchspielen, jede Antwort formulieren und jeden Pfad testen. Ändert sich Ihr Angebot, eine Öffnungszeit oder ein Ablauf, muss der Entscheidungsbaum angepasst werden. Oft bleibt das liegen, und der Bot erzählt Veraltetes.

Bei einem KI-Assistenten verschiebt sich die Arbeit. Sie bauen keine Gesprächspfade, sondern sorgen dafür, dass die richtigen Informationen vorhanden sind. Das meiste steht ohnehin schon auf Ihrer Website, den Rest ergänzen Sie als zusätzliches Wissen. Wie das geht, zeigt der Ratgeber Chatbot-Wissen pflegen.

Ein kleiner Selbsttest hilft bei der Einschätzung. Schreiben Sie zehn Fragen auf, die Kunden Ihnen in den letzten Wochen gestellt haben, und zwar im Wortlaut. Wie viele davon könnte ein Button-Menü sinnvoll abdecken? Meist sind es weniger, als man denkt.

Wann passt welcher Ansatz?

Beide Varianten haben ihren Platz.

Ein Klick-Bot kann reichen, wenn …

  • es nur sehr wenige, immer gleiche Anliegen gibt, etwa eine reine Auswahl zwischen drei Terminarten,
  • jede Antwort juristisch exakt vorgegeben sein muss und keinerlei Spielraum erlaubt ist,
  • der Chat eigentlich nur ein hübsch verpacktes Formular sein soll.

Ein KI-Chatbot passt besser, wenn …

  • Ihre Leistungen erklärungsbedürftig sind und Besucher vor der Anfrage Fragen haben,
  • die Fragen vielfältig sind und sich nicht in ein Menü pressen lassen,
  • Sie den Bedarf klären möchten, bevor Ihr Team zurückruft,
  • Sie keine Zeit haben, Gesprächspfade zu planen und laufend zu pflegen.

Bei den meisten Dienstleistern, Handwerksbetrieben, Kanzleien, Praxen und Hotels trifft die zweite Liste zu. Ihre Kunden haben individuelle Fragen, und oft steht am Anfang einer Anfrage genau so eine Frage.

Besucher wollen fragen, nicht klicken

Klick-Bots haben den Ruf von Chatbots lange geprägt, und nicht zum Besten. Mit einem KI-Assistenten können Besucher einfach fragen, was sie wissen wollen, und bekommen eine passende Antwort aus Ihren Inhalten. Fehlt die Antwort, übergibt er an Ihr Team, statt in eine Sackgasse zu führen.

Wenn Sie sehen möchten, wie so ein Assistent mit Ihren eigenen Inhalten arbeitet: chattastic liest Ihre Website ein und ist in rund 60 Sekunden bereit. Der erste Monat kostet 0 €, Sie können also in Ruhe prüfen, ob die Antworten zu Ihrem Unternehmen passen.

Häufige Fragen

Was ist ein Klick-Chatbot?

Ein regelbasierter Bot, bei dem Besucher aus vorgegebenen Buttons wählen. Er folgt einem festen Entscheidungsbaum und reagiert nur auf vorab geplante Fragen.

Ist ein KI-Chatbot unberechenbarer als ein Klick-Bot?

Ein gut eingerichteter KI-Assistent ist auf Ihre eigenen Inhalte beschränkt und sagt offen, wenn ihm eine Information fehlt. So bleibt er verlässlich, ohne auf ein starres Menü angewiesen zu sein.

Kann ein KI-Chatbot auch Buttons anbieten?

Viele KI-Assistenten zeigen zum Einstieg Vorschläge für typische Fragen an. Besucher sind aber nicht darauf beschränkt und können jederzeit frei schreiben.

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